Bevor eine externe Festplatte bzw. Festplatten allgemein formatiert werden müssen die Daten auf dieser gesichert werden. Beim Formatieren gehen jedoch nur die Daten auf der zu formatierenden Partition verloren. Sind mehrere Partition vorhanden, so ist es nicht zwangsweise nötig sämtliche Partitionen zu sichern. Zum Sichern der Daten gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum Einen kann man sämtliche Daten einfach auf eine andere Festplatte, USB-Stick oder auch CD/DVD kopieren, zum Anderen gibt es die Möglichkeit mit spezieller Software ein Datenträger Abbild, ein sogenanntes Image zu erstellen. Dies ist besonders dann notwendig, wenn das Betriebssystem auf der zu formatierenden Partition liegt. Dieses Image kann beispielsweise mit dem Programm „Acronis True Image“ oder mit „GParted“ erstellt werden. Mit dem Image ist es möglich die Daten wieder auf den formatierten Datenträger oder auch auf eine andere Festplatte zu spielen.

Externe Festplatte formatieren – Software benutzen?

Nach der Sicherung der Daten ist die Festplatte zur Formatierung bereit. Dies kann entweder über die Windows eigene Lösung geschehen oder aber auch mit externen Programmen, wie beispielsweise „GParted“. Wenn die Windows Lösung genutzt werden soll, geht man einfach auf den Arbeitsplatz bzw. Computer, je nach Windows Version, rechtsklickt die Partition bzw. Festplatte die formatiert werden soll und klickt auf die Option „Formatieren“. Dort wird man dann nach der Speicherkapazität, dem Dateisystem, der sogenannten Größe der Zuordnungseinheiten, der Volumenbezeichnung, also dem Namen, und nach der Schnellformatierung gefragt.

Welches Dateisystem sollte gewählt werden?

Die Speicherkapazität ist in der Regel nicht veränderbar und entspricht der vorherigen Größe der Partition. Beim Dateisystem gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die gängigsten unter Windows sind hierbei NTFS, FAT32 und exFAT. Für Festplatten eignet sich in der Regel das Dateisystem NTFS. Soll die externe Festplatte jedoch auch von Computern mit anderen Betriebssystemen als Microsoft genutzt werden sollte ein anderes Dateisystem genutzt werden. Unter Linux ist es beispielsweise so, dass nicht jede Linux Distribution mit Festplatten im NTFS System arbeiten kann. In diesem Fall empfiehlt sich häufig FAT32, damit wird die Festplatte auch für andere Betriebssysteme lesbar. Jedoch hat FAT32 den Nachteil, dass eine einzelne Datei maximal 4 GiB, also ca 4,4 GB groß sein kann, größere Dateien sind mit FAT32 nicht nutzbar. Handelt es sich bei der externen Festplatte um eine SSD (Solid State Disk) ist eher das Dateisystem exFAT zu empfehlen. Das Dateisystem wurde extra für sogenannte FLASH-Speicherzellen entwickelt, wie sie in SSDs genutzt werden. Weiterer Vorteil gegenüber FAT32 ist auch, dass die maximale Dateigröße stark ansteigt, sodass es damit kein Problem mehr geben sollte.

Weitere Einstellungen beim Formatieren

Bei der Größe der Zuordnungseinheiten empfiehlt es sich in der Regel die Option „Standardgröße“ zu nutzen. Also Volumenbezeichnung kann einfach ein gewünschter Name eingegeben werden, wobei einige Zeichen nicht nutzbar sind. Dies wird dann einfach von Windows mitgeteilt. Die Option der Schnellformatierung kann standardmäßig eingeschaltet bleiben. Wird diese ausgeschaltet benötigt der Formatierungsprozess wesentlich mehr Zeit, da sämtliche Daten unwiderruflich von der Festplatte gelöscht werden. Das Abstellen der Schnellformatierung ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn die Festplatte verkauft wird. Dadurch hat der Käufer keine Möglichkeiten mehr an Daten zu gelangen, welche vorher auf der Festplatte gespeichert waren.

Die letzte Option „MS-DOS-Startdiskette erstellen“ sollte ausgegraut sein, ist das nicht der Fall muss darauf geachtet werden, dass der Haken dort nicht gesetzt ist, da es sonst unter Umständen zu Problemen führen kann, wenn kein Diskettenlaufwerk vorhanden ist, was vermutlich bei den Meisten der Fall ist. Zudem werden heutzutage sowieso keine Disketten, besonders nicht zum Starten von Festplatten, genutzt.

Worauf sollte noch geachtet werden?

Bei externen Festplatten mit einer Größe von mehr als 2 TB, also ca 2,2 TB muss zudem darauf geachtet werden, dass die Festplatte als GPT (GUID-Partitionstabelle) statt standardmäßig als MBR (Master Boot Record) läuft. Mit MBR ist es bei einzelnen Partitionen nicht möglich, dass diese größer als 2 TB sind. Hierzu müssen auch vorher sämtliche Daten gesichert werden und danach sämtliche Partitionen auf der Festplatte gelöscht werden. Hierzu muss mann unter Systemsteuerung auf den Punkt „Verwaltung“ gehen und dort dann die Computerverwaltung öffnen. Dort dann auf Datenspeicher und danach auf Datenträgerverwaltung. Dort werden dann alle Partitionen, Festplatten und Laufwerke aufgelistet und man kann neue Partitionen erzeugen bzw. bereits bestehende bearbeiten. Bei der betreffenden Festplatte werden dann alle Partitionen per Rechtsklick und „Volume löschen“ gelöscht. Sobald das getan wurde sollte die Festplatte ohne Einschnitte dargestellt werden. Per Rechtsklick erscheint dann die Option „In GPT-Datenträger konvertieren“. Sobald das getan wurde kann die Festplatte ganz normal formatiert und genutzt werden. Das ganze ist jedoch nur notwendig wenn eine Partition größer als 2 TB sein soll.


Foto // Vielen Dank an: A.Dreher  / pixelio.de

 

Wir hoffen, dass Ihnen der Testbericht zu weiter helfen konnte oder suchen Sie eine andere externe Festplatte?